DachwerkMünchen

Gründach und Photovoltaik in München zusammen planen

Gründach und Photovoltaik in München lassen sich nur mit einem abgestimmten Dachkonzept kombinieren. Tragfähigkeit, Befestigung, Vegetation, Entwässerung und Wartungswege beeinflussen sich gegenseitig. Die Fläche sollte deshalb vor der Ausführung gemeinsam geplant werden.

Lasten und Dachzustand als Ausgangspunkt

Vegetationsaufbau und Solaranlage bringen zusätzliche Anforderungen an die Dachkonstruktion. Zu berücksichtigen sind der vorgesehene Aufbau und die konkrete Montage. Eine vorhandene Dachfläche ist nicht allein aufgrund ihrer Größe für die Kombination geeignet.

Vorab sind Tragfähigkeit, Zustand der Abdichtung und anstehende Sanierungen zu klären. Eine erforderliche Flachdachsanierung sollte vor der Montage in das Konzept einbezogen werden, damit spätere Rückbauarbeiten möglichst vermieden werden können.

Vegetation und Module aufeinander abstimmen

Pflanzenhöhe, Modulstellung und Abstände wirken sich auf die Belegung und Verschattung aus. Pflege und Zugang müssen möglich bleiben. Die Auswahl der Vegetation sollte zum geplanten System und zum Pflegekonzept passen.

Eine extensive oder intensive Begrünung hat unterschiedliche Anforderungen. Ein Konzept, das nur die freie Modulfläche betrachtet, erfasst die Bedürfnisse des Gründachs noch nicht vollständig.

Entwässerung und Wartungswege freihalten

Abläufe und andere Kontrollpunkte müssen zugänglich bleiben. Vegetationsschichten, Montagesystem und Wartungswege dürfen die vorgesehene Wasserableitung nicht beeinträchtigen. Der erforderliche Zugang ist bereits im Belegungsplan vorzusehen.

Die dachseitige Photovoltaik-Montage und die elektrotechnische Planung sind getrennte Aufgaben. Elektrischer Anschluss und Inbetriebnahme benötigen ein qualifiziertes Elektrofachunternehmen.

Münchner Förderung und Denkmalschutz gesondert prüfen

Die Stadt München veröffentlicht Informationen zur Begrünungsförderung und zu Solaranlagen im Denkmalschutz. Eine grundsätzlich mögliche Kombination bedeutet keine automatische Förderung oder uneingeschränkte Zulässigkeit am einzelnen Gebäude.

Prüfen Sie Förderbedingungen, Antragsschritte und mögliche Schutzanforderungen vor der Beauftragung. Die Beurteilung muss auf das konkrete Vorhaben und die aktuellen Informationen der zuständigen Stellen bezogen sein.

Mit einem gemeinsamen Leistungsbild anfragen

Nennen Sie Dachart, vorhandene Nutzung, bekannte Sanierungspläne und das Ziel für Begrünung und Solaranlage. Bestehende Anlagenunterlagen und Informationen zum Tragwerk können die weitere Untersuchung erleichtern.

Ein Angebot sollte Abdichtung, Begrünungsaufbau, Montagesystem, Entwässerungs- und Anschlussarbeiten sowie die Elektroplanung nachvollziehbar abgrenzen. Der Ratgeber zu Kostenfaktoren erklärt, warum vergleichbare Leistungsgrenzen entscheidend sind.